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Standortbestimmung der Wissenssoziologie

KM News & Resources

[English title: Position-fixing of Knowledge Sociology]

Tänzler, D. et al. (Hrsg.): Neue Perspektiven der Wissenssoziologie. Konstanz: UVK Verlagsgesellschaft (Erfahrung – Wissen – Imagination: Schriften zur Wissenssoziologie, Band 8), 2006. 346 S., ISBN 3-89669-697-1 (pbk), EAN 978-3-89669-697-7 (pbk)

Zusammenfassung: Mit der Reflexion der Gegenstände verbindet Wissenssoziologie immer auch die Reflexion auf sich selbst. Sie stößt dabei notgedrungen auf die Grenzen des Wissens und die Begrenztheit des soziologischen Blicks. Wo es der Wissenssoziologie um die Analyse der Konstitutionsbedingungen, der Anlässe, der historischen Einbettungen und der Kommunikationsformen gesellschaftlicher Wissenskonstruktionen geht, besteht ihr Projekt in der Abklärung gesellschaftlichen Wissens durch exemplarische Re- und Dekonstruktionen gesellschaftlicher Konstruktion von Wirklichkeit.
Der Sammelband nimmt eine Standortbestimmung der Wissenssoziologie vor – aus theoretischer, methodologischer, empirischer und historischer Perspektive. Gesellschaftliches Wissen konstituiert sich in Wirklichkeitskonstruktionen. Insofern erfüllt die Wissenssoziologie den von Max Weber gestellten Anspruch, Soziologie müsse »Wirklichkeitssoziologie« sein.
Diesem Erbe sind auch die Arbeiten Thomas Luckmanns verpflichtet. Anlässlich seines 75. Geburtstags fand 2002 in Konstanz das Symposium statt, aus dem dieser Band hervorgegangen ist. Renommierte Soziologen reflektieren die Grundlagen der Wissenssoziologie sowie ihre Leistungsfähigkeit als empirische Analyse, Zeitkritik und Grundlagenforschung. Das Konstrukt »Wissensgesellschaft« wird dabei ebenso einer kritischen Prüfung unterzogen wie Ansätze, die Verwissenschaftlichung und Technisierung als Wesenbestimmungen gegenwärtiger Gesellschaften formulieren. So liefert der Band einen Überblick über die aktuellen Strömungen wissenssoziologischer Reflexion.

Zur Verlagsseite des Buches.

© UVK Verlagsgesellschaft

6 Dezember 2006
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